»Würzburger Automobil Gipfel«
"Das konventionelle Automobil bleibt konventionell"
"Der Verbrennungsmotor wird die nächsten 20 Jahre die bestimmende Antriebstechnologie im Fahrzeug bleiben", mit diesem Fazit schloss Dr. Stefan Wolf, Vorstandsvorsitzender der ElringKlinger AG, seinen Vortrag zum Thema: "Fahrzeugkonzepte der Zukunft: Wie konventionell bleibt das konventionelle Automobil".
Allerdings werden die Kraftstoffverbrauchs- und Emissionswerte der Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor drastisch nach unten gehen. Wolf rechnet in den nächsten Jahren mit einer stattlichen Zahl an Mittelklasse-Fahrzeugen mit einem Durchschnittsverbrauch von drei Litern auf 100 Kilometern und weniger als 100 g/km CO2-Ausstoß.
Warnung vor Elektroauto-Euphorie
Gleichzeitig warnte er davor den Endkunden mit einer allzu großen Elektroauto-Euphorie zu verunsichern: "Wir dürfen nicht so tun, als könnte der Kunde bereits in den nächsten zwei Jahren ein Elektroauto kaufen, das genauso viel kostet und genauso genutzt werden kann wie ein heutiges Fahrzeug mit herkömmlichem Antrieb", bekräftigte Wolf.
Beim Thema Gewicht bezeichnete er die heutigen Elektro- bzw. Hybrid-Fahrzeug-Konzepte sogar als eine Reise in die falsche Richtung: "Wir müssen runter mit dem Gewicht, statt über zusätzliche Komponenten noch mehr Gewicht in die Fahrzeuge zu packen", sagte Wolf.
"Als Zulieferer nicht zurücklehnen"
Gleichwohl ist er sicher, dass Elektrofahrzeuge für Nischenanwendungen, z. B. das Stadtmobil, an Bedeutung gewinnen werden. Gänzlich zurücklehnen dürfe man sich als Zulieferer beim Thema Elektromobilität deshalb nicht. "ElringKlinger beschäftigt sich bereits seit Jahren mit neuen Antriebskonzepten und stellt heute Bipolarplatten, Dichtrahmen und Stacks für die Brennstoffzelle sowie Batteriekomponenten für Hybrid- und Elektrofahrzeuge her", erläutert Wolf.
Claus-Peter Köth




