Toyota-Prognose
"Wettbewerb der Systeme - wie vor 100 Jahren"
"Die eine Lösung für künftige Individualmobilität wird es nicht geben", prognostizierte Toyota-Sprecher Dirk Breuer in seinem Vortrag zum Thema "Die Zukunft der Individualmobilität" auf dem »Würzburger Automobil Gipfel« 2009. Er sieht einen Wettbewerb der Antriebssysteme wie es ihn vor hundert Jahren schon einmal gegeben hat.
"Damals hat sich der Verbrennungsmotor im Auto durchgesetzt, und unsere individuelle Mobilität baute sich fortan auf fossile Kraftstoffe auf. Aber wer sagt uns denn, dass dieses Mal der Elektroantrieb die Nase vorne haben wird?", fragte Breuer, der bei Toyota Deutschland erster Ansprechpartner ist, wenn es um das Thema Advanced Technology geht.
Als künftige Mobilitätsgewinner sieht er diejenigen Automobilhersteller, die es am besten schaffen werden das richtige Auto, zur richtigen Zeit, auf dem richtigen Markt einzuführen. Dass Toyota zu dieser Gruppe gehören wird, daran ließ Breuer keine Zweifel.
Toyota iQ: Erdöl effizient einsetzen
Ein gutes Beispiel wie man den Kraftstoff "Erdöl" effizienter einsetzen könne, zeige der Kleinwagen Toyota iQ. Darüber hinaus verspreche der Leichtbau und die weitere Optimierung von Otto- und Dieselmotoren sowie heutiger Getriebetechnik noch großes Potenzial.
In Sachen Hybridtechnik wolle Toyota bis 2020 für jedes Modell eine Hybrid-Variante anbieten. "So wie es aussieht, werden wir dieses Ziel allerdings deutlich schneller erreichen", ergänzte Breuer. Dem aktuellen Toyota Prius der dritten Generation werde voraussichtlich 2012 der Prius-Plug-In-Hybrid mit Lithium-Ionen-Batterien folgen. Etwa zur gleichen Zeit soll auch ein Elektrofahrzeug auf Basis des iQ in Serie gehen.
Gute Lösung: Plug-in-Hybrid
Gerade auf den Plug-in-Hybrid hält Breuer große Stücke, schließlich seien mit dieser Antriebsvariante sowohl Kurz- als auch Mittel- und Langstrecken-Fahrten ohne Komfortverlust möglich. Breuer spricht vom Brückenschlag zwischen Verbrennungsmotor und Elektromotor.
Ein reines Elektrofahrzeug zu bauen werde sich für einen Massenhersteller wie Toyota hingegen noch viele Jahre nicht rechnen. "Das lohnt sich für uns erst ab mindestens 200.000 Einheiten im Jahr", bilanzierte Breuer.
Claus-Peter Köth




